Kollektiv Queerschlag

Wir sind ein freies Kollektiv queerer Menschen im Raum Basel mit dem Ziel, Politik und Kultur aus queerer Perspektive zu hinterfragen und mit- bzw. umzugestalten. Dabei ist uns wichtig, verschiedene Herrschafts- und Diskriminierungsformen wie Rassismus, Sexismus, Klassismus,  Ableismus und kapitalistische Ausbeutung in unser queeres Denken miteinzubeziehen und zu berücksichtigen, dass sie sich mit queerfeindlichem Gedankengut überschneiden und sich gegenseitig stützen. Auch innerhalb der queeren Bewegung nicht blind für die Wirkung dieser unterschiedlichen Machtstrukturen und Privilegien zu sein, ist für uns zentral.

Das Kollektiv Queerschlag hat sich im Rahmen eines Zusammentreffens der habs queer Basel, der queerstudents Basel und vieler queerer Einzelpersonen gebildet, um das Rahmenprogramm rund um den „Remember Stonewall Marsch“2019 in Basel zu organisieren. Zur Erinnerung an die Stonewall-Krawalle haben sich mehrere Arbeitsgruppen gebildet, die Texte verfassen, eine Party und Reden organisieren, Kinoevents und anderes mehr. Die Kollektivbildung ist ein offener Prozess, in den stets neue Perspektiven und kritische Ansätze einfliessen können und sollen, um unserem Ziel, Diversität und Kreativität zu leben, näher zu kommen. Queerschlag will über den Stonewall-Anlass hinaus bestehen und weitere Projekte angehen, die kritisch in die bestehende Gesellschaftsordnung intervenieren – politisch, kulturell und sozial. Du willst mitmachen? Schreib uns und komm an eine unserer Sitzungen: info@queerschlag.com

 

Queer – was meinen wir damit?

Queer bricht mit der Norm von Heterosexualität, mit binären Geschlechtervorstellungen und Geschlechterstereotypen. Queer hinterfragt die Norm monogamer/monoamorer Beziehungen und den Zwang zu sexuellen und/oder romantischen Beziehungen an sich. Queer kritisiert die bestehenden Herrschafts- und Produktionsverhältnisse. Queer rüttelt am populären Schönheitsideal, an Vorurteilen zu Schicht, Klasse, Ethnie und (Dis)ability. Queer öffnet einen Raum, in dem Freiheit mehr als eine liberale Floskel ist, weil Menschen ihr Leben und ihre sexuelle und geschlechtliche Identität selbstbestimmter leben können – und das ohne durch Migrantionsvordergrund, Hautfarbe, Schichtzugehörigkeit etc. erneut eingegrenzt und vordefiniert zu werden - im Idealfall und als erklärtes Ziel.

Die Stonewall-Krawalle waren laut, mutig, rebellisch, kritisch – und so sehen wir auch Queer.